Bescheid wissen

Die Landessynode: Demokratie – auch in der Kirche

Vor einem Jahr fand die Wahl des neuen Kirchenvorstands statt. Am 2. Adventssonntag wählen nun die stimmberechtigten Mitglieder dieses Gremiums ihrerseits das „Kirchenparlament“ der evangelisch-lutherischen Kirche im Bayern.

Die Mitglieder der Landessynode stammen aus allen Regionen Bayerns, aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, aus allen Altersstufen und Prägungen.

Bestattung

„Wir alle werden sterben.“ Dieser Satz ist mir bei Trauerfeiern wichtig geworden. Wenn ich diesen Satz im Gebet spreche, merke ich, dass ein Erschrecken durch den Raum geht. Es geht doch um den Verstorbenen und nicht um mich. Ja und nein – ja, es geht um den Verstorbenen, aber auch darum, dass der Tod zu unserem Leben gehört. Der Hospizbegleiter Thomas Schwaiger schreibt: „Aller Voraussicht nach werden wir nicht ermordet werden, nicht gestorben werden. Wir sterben. Todsicher.“

Krankenhausseelsorge in Pasing

Ein Bett. Ein Nachtkasten. Ein schmaler Schrank. Ein paar persönliche Sachen sind mit dabei. Eingeschränkt ist der eigene Raum mit einem Mal. Immerhin gut: Telefon und Fernseher ermöglichen den Bezug zur Außenwelt. Plötzlich oder zu einer geplanten Behandlung befindet man sich im Krankenhaus. Manche Patient/innen werden am nächsten Tag schon wieder nach Haus entlassen, einige wenige müssen Monate ausharren.

Für alle, die‘s ganz genau wissen wollen

Die neue Perikopenordnung

Perikope – was für ein Wort! So nannten die alten Griechen ein „rings umhauenes Stück“. Ab dem Mittelalter versteht man darunter etwas sehr viel Feineres: Einen Abschnitt aus der Bibel, der im Gottesdienst verlesen wird. An Weihnachten geht es um die Geburt Jesu. Am Karfreitag denken wir an sein Sterben. An Ostern feiern wir seine Auferstehung von den Toten.

Der Diakon, der macht das schon – aber was eigentlich genau?

Damals – Heute – Morgen

Auf diese Frage habe ich mir, seit meiner Ausbildung, eine ganze Palette an Antworten zurechtgelegt; sie reichen von biblischen Motiven über meine innerste Überzeugung bis hin zu einem augenzwinkernden Scherz. Aber lassen Sie uns von vorne beginnen, genauer gesagt in der Apostel­geschichte. Die christliche Urgemeinde kommt nach Jesu Tod zusammen, um zu beraten. Es geht hoch her, viel wird diskutiert und abgewogen. Dabei entsteht bei einigen Unmut, denn bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln werden immer wieder die Witwen vergessen.

Unser Gemeindebrief – ein unbekannter Riese

Damals – Heute – Morgen

Meistens ist er schon vor mir da. Er liegt auf dem Tisch, bevor ich das Haus betrete. Wenn ich zu Besuch komme: Vor einer Taufe, einer Trauung, einer Bestattung oder bei einer anderen Gelegenheit.

Er ist das Aushängeschild unserer Gemeinde. Durch ihn bleiben wir in Kontakt. Mit Fernen und mit Nahen. Er ist der „unbekannte Riese“ der evangelischen Publizistik: Der Gemeindebrief. Ein Exemplar halten Sie gerade in Ihren Händen. Oder Sie haben ihn auf unserer Website entdeckt und schmökern jetzt darin.

Kirche

Damals – Heute – Morgen

Sowohl unter Kirchenmitgliedern, als auch unter Kirchenkritikern ist ab und an die Rede davon: Europa sei eine gottlose und säkulare Insel in einer religiösen Welt. Dabei gehen am Wochenende mehr Menschen zum Gottesdienst als in die Bundes­liga­stadien, und in Umfragen bezeichnen sich 70 Prozent der Befragten als religiös. Die beiden großen christlichen Kirchen sind nach wie vor gefragte und mächtige Gemeinschaften in der deutschen Gesellschaft.

Zum Beispiel Liebe – Wozu ist Kirche da?

„… denn Euch ist heute der Heiland geboren,“ ruft der Engel den Hirten am Heiligen Abend zu. Draußen, vor der Stadt Bethlehem. Bei denen, die nicht dazu gehören. Christus „entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an“, fasst der Apostel Paulus die Geburt Jesu zusammen. Es ist unserer Kirche ins Stammbuch geschrieben: „Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.“ So bringt es Dietrich Bonhoeffer auf den Punkt.

Frauen der Reformation

Es ist ein Skandal, der seinesgleichen sucht. Eine entlaufene Nonne heiratet einen katholischen Mönch. Aus Katharina von Bora wird Katharina Luther. Nicht nur durch seine 95 Thesen, auch durch seine Heirat mit Katharina von Bora bringt Martin Luther ein jahrhundertealtes gesellschaftliches Gefüge zum Einsturz. Luther überprüft Werte und Normen seiner Zeit an der Bibel und gelangt zu einer neuen Bewertung des weiblichen Geschlechts: Frauen und Männer sind gleich viel wert.